Moderne Singlebörsen: Fragebogen war gestern, heute übernimmt Big Data die Charakterisierung

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In zwei wirklich interessanten Artikeln berichtet die Neue Zürcher Zeitung über die Veränderungen im Online Dating. Dabei schafft sie spannende Einblicke in die Branche der digitalen Liebessuche.

Es ist schon lange her, dass sich das Geschäft mit Singlebörsen ins Internet verlagert hat. Ursprünglich gab es Kontaktanzeigen in Zeitungen. Seit den Neunzigern des letzten Jahrhunderts haben die Kontaktanzeigen aber ihren Weg ins Internet gefunden - in Form von digitalen Singlebörsen. Aber die Singlebörsen von damals sind kaum noch mit den heutigen Singlebörsen vergleichbar. Vieles hat sich geändert.

Die klassische Kontaktanzeige gibt es kaum noch, auch wenn eine ganzes Segment nach ihr benannt ist. Vielmehr verschmelzen zunehmend die unterschiedlichen Modelle, insbesondere die Kontaktanzeige mit der Partnervermittlung. Das Ergebnis sind dann Singlebörsen, die nicht nur einen Single anhand eines Steckbriefes vorstellen und auffindbar machen, sondern auch durch mehr oder weniger ausgefeilte Mechanismen den "perfekten" potentiellen Partner ermitteln (in der Branche gerne "Matching" genannt).

Einer der großen Unterschiede zu frühe besteht auch darin, dass man heute sehr viele Informationen über eine Person bekommt, noch bevor man sie trifft. Das war früher anders, in den kurzen Kontaktanzeigen in den Zeitungen war nur wenig über die Person zu erfahren. Der Platz war begrenzt - und teuer. Heute ist das natürlich anders, dank unzähligen Bildern (in teilweise anzüglichen Posen) und allerlei anderen persönlichen Informationen ist das ehemals vorherrschende Blinddate weit in den Hintergrund gerückt. Trifft man heute eine Bekanntschaft aus einer Singlebörse zum ersten mal, gibt es kaum etwas, was man noch nicht über die Person weiß.  Was natürlich Vor- und Nachteile hat.

Dieser Trend wird auch dadurch befeuert, dass die Singlebörsen immer weiter die alten Strukturen verlassen und mehr und mehr zu einer "Kontaktbörse" werden. Ohne starre Kommunikations- und Suchfunktionen. Hier steht dann nicht mehr die Suche nach dem richtigen Partner (egal ob für eine ernsthafte Beziehung oder einen Seitensprung) im Vordergrund, sondern das lockere Kennenlernen von anderen Menschen - egal ob zum Flirt oder einfach nur so. Das geht so weit, dass die Börsen immer mehr zu Plattformen werden auf denen vom Nutzer geschaffene Inhalte präsentiert werden (User Generated Content - Stichwort Web 2.0).

Das wiederum weist einem anderen Trend den Weg. Zukünftig kann man sich wohl bei SInglebörsen das Ausfüllen von Fragebögen und Profildaten sparen. Diesen Job übernimmt Big Data. Durch die im Web via Facebook, Twitter, Tumblr und Co vorhandenen Personeninformationen wäre es ein leichtes ein Singlebörsen-Profil zu vervollständigen (mit Vorlieben und Musikgeschmack) und auf Basis dieser Daten ein Matching durchzuführen. Warten wir es mal ab. Irgendwie auch etwas unheimlich.

Bildquelle: renjith-krishnan / FreeDigitalPhotos.net

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